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An der Freizeitarbeitenausstellung in Appenzell können Interessierte diverse besondere Objekte begutachten.


Vom 21. bis 23. März zeigen in der Aula Gringel in Appenzell über 200 Lernende ihre Beruf– und Hobbyarbeiten. Es gibt einen kleinen nachgebauten Jeep, einen riesigen Hängesessel, aussergewöhnliche Frisuren, diverse einzigartige Bäcker–Konditor–Arbeiten und noch vieles mehr zu bewundern.

Insgesamt rund 180 Stunden hat Saskia Aeschbacher, Metallbauerin im dritten Lehrjahr, an ihrem ausgefallenen Hängesessel gearbeitet. Beim Besuch in ihrer Lehrfirma, der Metallbau Gontenbad AG, zwei Wochen vor der Freizeitarbeitenausstellung ist der Sessel bereits funktionstüchtig. «Der hält ganz sicher. Drei Personen können zusammen drauf sitzen», sagt die 18–Jährige, setzt sich auf ihre Metallkonstruktion und schaukelt hin und her. Aber komplett fertig sei der Sessel noch nicht. Bis zur Ausstellung hat Saskia Aeschbacher noch einiges zu tun: «Der Feinschliff muss gemacht werden. Vor allem die Spuren vom Schweissen werde ich abschleifen.» Alleine für die letzten Arbeiten benötige sie etwa 30 Stunden. 500 Metallringe zusammen geschweisst Ihre Idee, einen Hängesessel zu gestalten, liess Saskia Aeschbacher anfangs noch reifen und entschloss sich schliesslich, einen komplett runden Sessel ohne Kanten zu kreieren. Für die Sitzfläche hat sie 500 Metallringe zusammengeschweisst. Sie nahm eine ovale Gipsform, die sie mit einem Gipserkollegen anfertigte, zu Hilfe. Die Metallringe legte Saskia Aeschbacher dann auf die Form, um sie zusammen zu schweissen. «Die Herausforderung hierbei war, dass es mit den Ringen aufgeht. Bei einer ovalen Form ist es üblich, dass sich die Linien auflösen und einige Löcher entstehen.

Das Schwierige war aber, dass sich diese Linien regelmässig auflösen», erzählt Saskia Aeschbacher. Dies ist ihr gelungen. Nachdem sie die Gipsform entfernt hatte, musste sie die einzelnen Ringe auch noch auf der hinteren Seite zusammenschweissen. Sowohl bei der Sitzfläche, als auch bei den Stahlrohren, die als Träger dienen, und bei der Halterung des Sessels achtete Saskia Aeschbacher auf die einheitlich runde Form. 200 Stunden für einen kleinen Jeep Auch die Gabriel Gmünder AG in Haslen ist mit zwei einzigartigen Lehrlingsarbeiten an der Freizeitarbeitenausstellung vertreten.

Marco Schindler aus Trogen hat einen Jeep aus Stahl in der Grösse 120 x 900 Zentimetern nachgebaut. Er ist aber weder für den Verkehr zugelassen, noch kann er selber fahren. Höchstens ein kleines Kind kann drauf sitzen, sonst hält der Jeep nicht», sagt Marco Schindler. Der 18–Jährige ist im dritten Lehrjahr Carosseriespengler. Eineinhalb Wochen vor der Ausstellung sind die Arbeiten am Jeep noch nicht beendet.

Etwa 100 Stunden hat Marco Schindler bereits daran gearbeitet und es kommen nochmal etwa 100 Stunden dazu. «Die Schwierigkeit besteht darin, dass am Schluss alle vier Räder gerade aufstehen und die einzelnen Teile zusammen passen», erzählt Marco Schindler. Möbel dreimal mit Klarlack behandelt Fabian Ulmann aus Appenzell ist Autolackierer im dritten Lehrjahr bei der Gabriel Gmünder AG. Der 19–Jährige hat einen rot–weissen Gartentisch mit zwei Stühlen gestaltet. Die Möbel fand er in einer Brockenstube. Erst hat er sie auseinander geschraubt, mehrere Male geschliffen und dann mit Klarlack angesprüht. Fabian Ulmann benutzte ein Gitter als Schablone, um ein zweifarbiges, originelles Muster mit Quadraten auf den Tisch zu sprühen. Insgesamt dreimal behandelte er die Möbel mit Klarlack.

Für das Arrangement bei der Ausstellung hat er auch eine Sektflasche und zwei Gläser mit Klarlack gefüllt. «Mal schauen, ob die dicke Klarlackschicht hält und nicht reisst», sagt Fabian Ulmann. Auch eine Blumenvase und eine Schale für Knabbereien möchte er noch anfertigen. «Am schwierigsten fand ich, die Stühle wieder richtig zusammen zu bauen», sagt der Autolackierer und grinst. Alpenbitterflasche in Frisur integriert Die 20–jährige Marina Inauen aus Meistersrüte ist Coiffeuse im dritten Lehrjahr im Coiffure–Salon Regina in Appenzell. Sie hat aussergewöhnliche Frisuren und Kleider für zwei Puppenkopfständer gestaltet. Die Arbeit kreierte Marina Inauen ursprünglich für einen Wettwerb. Die Aufgabe lautete: «Je grösser die Frisur, umso mehr fällst du auf». Bei der einen Puppe entschied sie sich für eine sehr hohe Frisur. Sie flechtete dazu die Haare mit der gewebten Technik. «Es hat aber anfangs nicht richtig gehalten und wurde einfach nicht hoch genug», erzählt Marina Inauen. Deshalb nahm sie einen Karton zur Hilfe. Das Kleid, bei dem ebenfalls die Webtechnik erkennbar ist, hat sie auch selber angefertigt. Wegen den dünnen Holzlatten, die sie in das Kleid eingearbeitet hat, sei es zum Sitzen eher ungeeignet. Dies habe auch ihr Model beim Wettbewerb gespürt. Dort frisierte sie nämlich keine Puppenköpfe, sondern echte Models.

Die Fotos und Puppen können an der Freizeitarbeitenausstellung bewundert werden. «Die Models hatten zum Glück ideales und langes Haar», erzählt Marina Inauen. Insgesamt eineinhalb Stunden benötigte sie alleine für die Frisur. Beim zweiten Puppenkopf nahm die Coiffeuse den Appenzeller Alpenbitter zum Thema.

Die Haare hat sie um eine überdimensionale Alpenbitterflasche herum geflochten. Und auch beim Kleid ist das Thema Alpenbitter offensichtlich. Alle wichtigen Informationen zur Ausstellung Jeden Frühling zeigen rund 200 Lernende ihre Arbeiten an der Freizeitarbeitenausstellung. Diese findet abwechselnd an einem anderen Ort statt. Sie war bereits in Lutzenberg/Wolfhalden, in Bühler, in Waldstatt, in Haslen, in Heiden, in Trogen und in Schönengrund. Dieses Jahr findet sie in der Aula Gringel in Appenzell statt.

Organisiert wird die Ausstellung von der Kommission für Freizeitarbeiten AR/AI sowie vom Gewerbeverband Appenzell Innerrhoden. Die Eröffnungsfeier ist am Freitag, 21. März, um 17 Uhr. Die Ausstellung ist am Freitag, 21. März, von 18 bis 22 Uhr und am Samstag, 22. März sowie Sonntag, 23. März, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Berufswettbewerb Detailhandels–fachfrau/–mann findet am Sonntag, 23. März, von 10.30 bis 13.30 Uhr statt.

Teilnehmen können alle Lernenden, die eines der Kriterien erfüllen: Lehrort im Appenzellerland, Wohnort in Inner– oder Ausserrhoden, mit Lehrort in einem anderen Kanton, Besuch der Berufsfachschule am BBZ Herisau. Die Teilnehmenden erhalten anschliessend ein schönes Anerkennungsgeschenk.

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